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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: Mai 2026

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Geschäftsbeziehungen zwischen Innowist Beratung, Stefan Nabel, Ahornstr. 27, 18439 Stralsund — Anbieter der Software RufGold (nachfolgend „Anbieter") — und dem Kunden (nachfolgend „Kunde").

(2) Vertragsgegenstand ist die Nutzung der webbasierten Software RufGold zur Verwaltung von Google-Bewertungen und Google Business Profile (nachfolgend „Software" oder „Dienst").

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

(4) Diese AGB richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich- rechtliche Sondervermögen. Verbraucher (§ 13 BGB) sind keine Adressaten des Angebots.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsumfang

(1) Die Software wird als Cloud-Dienst (Software as a Service) über das Internet bereitgestellt. Der Kunde erhält ein nicht-exklusives, nicht übertragbares Nutzungsrecht für die Vertragslaufzeit.

(2) Der Funktionsumfang umfasst je nach gebuchtem Plan insbesondere:

  • Synchronisation und Verwaltung von Google-Bewertungen
  • KI-gestützte Generierung von Antwort-Entwürfen
  • Veröffentlichung von Antworten und Beiträgen
  • QR-Codes, NFC-Tags und Kurzlinks zur Bewertungsanforderung
  • Auswertungen und Reports
  • Verwaltung mehrerer Standorte

(3) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweils gebuchten Tarifstufe (Trial, Starter, Professional, Enterprise) und der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Leistungsbeschreibung auf rufgold.de.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, die Software fortlaufend weiterzuentwickeln, zu aktualisieren und technisch anzupassen, soweit dies den vertraglich vereinbarten Funktionsumfang nicht wesentlich einschränkt.

§ 3 Vertragsschluss, Test- und Probephase

(1) Der Vertrag kommt durch Registrierung des Kunden auf rufgold.de und Bestätigung der Bestellung durch den Anbieter (in der Regel per E-Mail oder durch Freischaltung des Zugangs) zustande.

(2) Der Anbieter kann eine kostenfreie Testphase anbieten. Dauer und Umfang der Testphase werden zum Zeitpunkt der Registrierung ausgewiesen. Nach Ablauf der Testphase wird der Vertrag automatisch kostenpflichtig fortgeführt, sofern der Kunde nicht bis zum Ende der Testphase kündigt.

(3) Der Kunde sichert zu, dass die bei der Registrierung gemachten Angaben wahrheitsgemäß und vollständig sind.

§ 4 Verfügbarkeit und Service-Level

(1) Der Anbieter erbringt seine Leistungen mit der gebotenen Sorgfalt und nach dem jeweils aktuellen Stand der Technik.

(2) Die Software wird mit einer angestrebten Verfügbarkeit von 99 % im Monatsmittel bereitgestellt, gemessen am Login-Endpunkt. Hiervon ausgenommen sind:

  • geplante Wartungsarbeiten (mindestens 24h vorher angekündigt)
  • höhere Gewalt, einschließlich DDoS-Angriffen
  • Ausfälle oder Einschränkungen der von uns eingesetzten Drittdienstleister (insbesondere Vercel, Supabase, Stripe, Resend, Google Business Profile API, Anthropic)
  • vom Kunden zu vertretende Störungen (z.B. unzureichende Internet-Anbindung, abgelaufene Google-OAuth-Verknüpfung)

(3) Eine darüber hinausgehende Verfügbarkeitsgarantie wird nicht übernommen.

§ 5 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde stellt alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Zugänge und Materialien rechtzeitig zur Verfügung. Insbesondere ist er für die ordnungsgemäße Verknüpfung seines Google- Business-Profile-Accounts und die Aufrechterhaltung der erforderlichen Berechtigungen verantwortlich.

(2) Der Kunde ist Verantwortlicher im Sinne der DSGVO für die in der Software verarbeiteten personenbezogenen Daten Dritter (insbesondere der Verfasser von Bewertungen). Er ist verpflichtet, die einschlägigen datenschutzrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten.

(3) Zugangsdaten zur Software sind vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Mitarbeiter-Zugänge sind individuell anzulegen; das Teilen einzelner Zugänge ist nicht gestattet.

(4) Der Kunde darf die Software ausschließlich im Rahmen geltender Gesetze nutzen. Insbesondere dürfen über die Software keine rechtswidrigen, irreführenden, beleidigenden oder gegen die Google-Richtlinien verstoßenden Inhalte veröffentlicht werden. Die Verantwortung für veröffentlichte Antworten und Beiträge — auch solche, die unter Einsatz von KI erzeugt wurden — liegt ausschließlich beim Kunden.

(5) Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer ihm zurechenbaren rechtswidrigen Nutzung der Software resultieren, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.

§ 6 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Soweit der Anbieter im Rahmen der Software-Bereitstellung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (insbesondere Bewertungsdaten Dritter), schließen die Parteien einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Der AVV ist auf Anforderung unter hallo@rufgold.de erhältlich.

(2) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich im Rahmen des Vertragsverhältnisses und nach dokumentierter Weisung des Kunden.

(3) Einzelheiten zum Datenschutz, insbesondere zu Auftragsverarbeitern und Drittlandtransfers, ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.

§ 7 Einsatz von Künstlicher Intelligenz

(1) Die Software enthält KI-gestützte Funktionen, die Bewertungen analysieren und dem Kunden Antwortentwürfe sowie Auswertungen bereitstellen.

(2) KI-Ergebnisse stellen keine verbindlichen Empfehlungen dar. Der Kunde ist verpflichtet, alle Antworten, Beiträge und Geschäftsentscheidungen eigenverantwortlich zu prüfen. Eine automatisierte Einzelentscheidung im Sinne von Art. 22 DSGVO mit rechtlicher Wirkung gegenüber Bewertenden findet nicht statt.

(3) Aktiviert der Kunde die Auto-Antwort-Funktion, übernimmt er ausdrücklich die Verantwortung für sämtliche dadurch erzeugten und veröffentlichten Antworten.

(4) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Eignung oder rechtliche Unbedenklichkeit KI-generierter Inhalte. Die Haftung für Entscheidungen und Veröffentlichungen, die auf Grundlage von KI-Ergebnissen erfolgen, liegt beim Kunden.

(5) Für die KI-Funktionen werden Bewertungsdaten an den technischen Dienstleister Anthropic PBC (USA) übermittelt. Geeignete Garantien für den Drittlandtransfer (EU-Standardvertragsklauseln) liegen vor.

§ 8 Vergütung und Zahlungsbedingungen

(1) Die Vergütung richtet sich nach der jeweils gebuchten Tarifstufe und der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Preisliste auf rufgold.de. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die Abrechnung erfolgt im Voraus, je nach Wahl des Kunden monatlich oder jährlich. Die Zahlung wird über den Zahlungsdienstleister Stripe abgewickelt.

(3) Bei jährlicher Vorauszahlung gewährt der Anbieter einen Rabatt, der zum Zeitpunkt der Buchung ausgewiesen wird.

(4) Rechnungen werden in elektronischer Form (E-Rechnung) bereitgestellt.

(5) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB) zu berechnen sowie den Zugang nach vorheriger Mahnung zu sperren.

(6) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise mit einer Frist von mindestens 60 Tagen zum Beginn der nächsten Vertragsperiode anzupassen. Der Kunde kann in diesem Fall den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisanpassung außerordentlich kündigen.

§ 9 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag beginnt mit der Freischaltung des Zugangs (oder mit Beginn der Testphase, sofern eine solche gebucht wurde).

(2) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen mit einer Mindestvertragslaufzeit entsprechend der gebuchten Abrechnungsperiode (1 Monat bei monatlicher, 12 Monate bei jährlicher Abrechnung). Er verlängert sich automatisch um die jeweilige Abrechnungsperiode, wenn er nicht zum Ende der laufenden Periode gekündigt wird.

(3) Die Kündigung kann jederzeit über die Kontoeinstellungen in der Software oder in Textform an hallo@rufgold.de erklärt werden.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei wiederholtem Verstoß des Kunden gegen § 5 dieser AGB vor.

(5) Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden seine Daten für einen Zeitraum von 30 Tagen zum Export bereit. Danach werden alle Kundendaten unwiderruflich gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.

§ 10 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten beruhen.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz und für ausdrücklich zugesicherte Eigenschaften bleibt unberührt.

(5) Die Gesamthaftung des Anbieters ist — mit Ausnahme der Fälle nach Abs. 1 und 4 — auf die Höhe der vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis gezahlten Vergütung begrenzt.

(6) Der Anbieter haftet nicht für Inhalte, die der Kunde unter Einsatz der Software (insbesondere KI-generierte Antworten) selbst veröffentlicht oder zur Veröffentlichung freigibt. Der Kunde ist hierfür allein verantwortlich.

§ 11 Geheimhaltung

(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen geheim zu halten und nur für die Zwecke des Vertragsverhältnisses zu verwenden.

(2) Diese Verpflichtung besteht auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.

§ 12 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis ist Stralsund, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

(4) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde der Änderung nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf das Widerspruchsrecht und die Folgen wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.